Freelancerkompass

Sozialversicherung

Nachzahlungen & Rücklagen: Dein Sicherheitsnetz als Freelancer

Rücklagen sind der Unterschied zwischen ruhigem Freelancing und Panik bei jedem Bescheid. Dieser Guide zeigt dir eine einfache, belastbare Systematik für Steuer, Sozialversicherung, Leerlauf und Investitionen.

Warum Rücklagen keine Option sind

Viele Freelancer scheitern nicht an fehlenden Aufträgen, sondern an unruhiger Liquidität. Sie nehmen Geld ein, verwenden es privat und merken Monate später, dass Steuer, Sozialversicherung oder größere Toolkosten nicht eingeplant waren.

Rücklagen sind kein Zeichen von Angst. Sie sind Teil eines professionellen Preises.

Das Drei-Konten-Modell

  • Eingangskonto: Kundenzahlungen kommen hier an.
  • Rücklagenkonto: Steuer, Sozialversicherung und Nachzahlungen werden sofort getrennt.
  • Betriebskonto oder Ausgabenkonto: Tools, Buchhaltung, Hardware, Weiterbildung und laufende Kosten.

Rücklagenarten

  • Steuer: Einkommensteuer und gegebenenfalls Umsatzsteuer.
  • Sozialversicherung: SVS, Krankenversicherung oder andere Pflichtbeiträge.
  • Leerlauf: Wochen ohne neue Aufträge.
  • Urlaub und Krankheit: Zeit, in der du nicht abrechnest.
  • Investitionen: Laptop, Software, Weiterbildung, Beratung.
  • Risiko: verspätete Zahlungen, Storno, Nacharbeiten.

Monatsroutine

  1. Am Monatsende Einnahmen und Ausgaben erfassen.
  2. Gewinn grob berechnen.
  3. Rücklagenprozentsatz anwenden und umbuchen.
  4. Offene Rechnungen prüfen.
  5. Steuer-, SVS- oder Kassenpost prüfen.
  6. Wenn drei Monate in Folge viel mehr Gewinn entsteht: Vorauszahlungen und Preise neu bewerten.